Vortrag zur Drogenprävention mit 300 Euro unterstützt

Ex-Junkie geht an Schulen "Es gibt für jeden die perfekte Droge"

Früher war er 13 Tage am Stück wach, jetzt steht er morgens vor Schulklassen: Der ehemalige Crystal-Meth-Junkie Dominik Forster warnt Teenager vor Drogen - mit einer ungewöhnlichen Methode.

 

"Mit 17 habe ich das erste Mal gekifft. In den darauffolgenden Monaten habe ich LSD, Pilze, Ecstasy, Koks einfach überall mal mitprobiert. Hängengeblieben bin ich dann aber bei Speed, Später dann Crystal und ich habe durch die Bank alles wegkonsumiert, außer Heroin und Medikamente."

Sieben Jahre ist es her, da lag Dominik Forster nur noch sabbernd in seiner vollgekackten und verschimmelten Wohnung rum, so paranoid, dass er sich sicher war, unter seiner Haut befänden sich Käfer. Stundenlang versuchte er, sich diese herauszupulen, mit einer Nagelschere, einem Nagelknipser und einem Feuerzeug. "Ich konnte nicht mehr lesen oder schreiben und damit auch den Hartz-IV-Antrag nicht ausfüllen. Aber ich war glücklich", erzählt er.

Fünf Gramm Speed, ein Gramm Koks und ein Gramm Crystal Meth nahm er damals täglich. Dazu unzählige Joints und mehrere Packungen Kippen. Forster erzählt, wie er sich auf der Tanzfläche eines Clubs fette Schleimpfropfen aus dem Hals zog, "sonst wäre ich erstickt", wie seine Haut grüngelb wurde und seine Zunge und Lippen offene Risse bekamen. Trotzdem sagt der heute 28-Jährige: "Es gibt für jeden Menschen die perfekte Droge."

All das erzählt Forster an einem Diensttagmorgen um kurz nach neun den Schülern der 9. Jahrgangsstufe, später der 10. Jahrgangsstufe im Lichthof der Realschule. Es ist ein ungewöhnlicher, vielleicht einzigartiger Präventionsunterricht: Ein Ex-Junkie, ein Ex-Knacki, der an den verhassten Ort seiner unglücklichen Jugend, die Schule, zurückkehrt, um andere vor dem zu bewahren, was ihm passiert ist. "In der Schulzeit tut sich so viel, da kann man noch entgegenwirken", sagt er.

Heute besucht Dominik hunderte von Schulklassen und spricht über seine Erlebnisse. Er möchte Jugendliche davor bewahren, ein Leben wie er zu führen und sich damit all ihre Träume zu verbauen. 

Ein ganz Lieber ist er, sagt sein Agent, bestätigen Bekannte ...

... und das passt überhaupt nicht so zu dem, was Dominik Forster hinter sich hat, was er in seinem Buch mit dem Titel "Crystal.klar" beschreibt.

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Nächste Vorstandssitzung 02. Mai, 17:00 Uhr